Hilfe zur Suchtselbsthilfe im Kreuzbund


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Tanzen mit dem Kreuzbund

Tänzerische Selbsterfahrung für Suchtkranke und Coabhängige

Ziele
- positives Selbstvertrauen entwickeln / bzw. stabilisieren
- entspannter Umgang mit den eigenen Schwächen
- Abbau von Ausweichverhalten bei Schwierigkeiten
- Verantwortung und Vertrauen im Umgang mit dem Partner entwickeln / bzw.
stabilisieren

Inhalte und Methoden
- Tanztraining in der Gruppe
- Partnerarbeit
- Einzelarbeit
- Schaffung einer entspannten Atmosphäre
- Verbalisierung von auftretenden Problemen

Hintergrund
Paarweise getanzt wird auf jedem Schützenfest und diversen anderen Veranstaltungen. Nicht in sportlicher oder künstlerischer Absicht, sondern aus der Tradition volkstümlicher Feste. Dies ist Gesellschaftstanz im positiven Sinne einer Eingebundenheit in traditionelle Sozialformen.
Der sichere Umgang mit dieser Gesellschaftsform ist damit eine sinnvolle und vor allem nicht stigmatisierende Alternative zum Aufenthalt an der Theke und somit eine durchaus ernstzunehmende Prävention vor Rückfällen.

Das Umfeld innerhalb der Tanzschulen, sowie der Habitus traditionell ausgebildeter Tanzlehrer führen leider in der Regel dazu, dass Menschen mit Suchterkrankung in diesem Rahmen kein Erfolgserlebnis erfahren, sondern sich mit ihren speziellen Problemen abgewertet oder ausgeschlossen fühlen.

Ein Unterricht mit einer geschlossenen Gruppe und einem sowohl tänzerisch, als auch therapeutisch ausgebildeten Lehrer erfüllt daher mehrere Funktionen:
- Er ermöglicht die Teilhabe an anerkannten Sozialformen unserer Gesellschaft und stabilisiert allein schon dadurch das Selbstwertgefühl.
- Das Abstimmen der eigenen Bewegung auf den Takt der Musik und den Partner beinhaltet eine Form der Selbsterfahrung und Selbstdisziplin, die direkt positiv belohnt wird: Bewegung zu Musik macht Spaß
- Paarweises Tanzen bietet einen weiten Rahmen, respektvollen Umgang mit sich und anderen zu üben und selber Respekt zu erfahren.
- Gerade Menschen mit Sucherfahrung machen hier oft erstmals die Erfahrung, dass sie auf eine freundliche Art etwas bewirken können; sich durchsetzen können und Erfolgserlebnisse haben, ohne abwertend oder verletzend sein zu müssen oder selber abgewertet zu werden.
- Darüber hinaus ist Tanzen ein sanfter Sport, der sowohl Kondition als auch Koordination trainiert

Zielgruppe
Mitglieder der Kreuzbundgruppen Bocholt-Rhede-Isselburg

Teilnehmerzahl
Das Angebot ist auf maximal 12 Teilnehmer/innen begrenzt.



Wir treffen uns Mittwochs, nähere Informationen unter Monika Pacho eMail:
monikapacho@googlemail.com oder telf: 01799467492


Paarweise getanzt wird auf jedem Schützenfest und vielen anderen Veranstaltungen. Weil es Spaß macht und dazugehört. Wer nicht tanzen kann oder will, "hält sich an der Theke fest" oder muss sich eine gute Ausrede einfallen lassen.

Nicht tanzen und nicht trinken? - Dafür genügend gute Ausreden zu finden, ist schon schwer. Auch ein Grund für den einen oder anderen, Veranstaltungen außerhalb des Kreuzbundes zu meiden.

Wer das ändern möchte oder einfach Spaß am Tanzen hat und deshalb in einer Tanzschule tanzen lernen will, kann auch schon mal erleben, dass Menschen mit Suchterkrankung in diesem Rahmen kein Erfolgserlebnis erfahren, sondern sich mit ihren speziellen Problemen abgewertet oder ausgeschlossen fühlen.

Deshalb haben wir in Bocholt eine Gruppe mit einer sowohl tänzerisch als auch therapeutisch ausgebildeten Leitung. In dieser Tanzgruppe lernen wir die ganz normalen Tänze, wie in einer Tanzschule auch. Dumme Sprüche sind an der Tagesordnung und es wird viel gelacht. Und wenn es dran ist, nehmen wir uns die Zeit, ernsthaft miteinander zu reden, weil es einem aus der Gruppe nicht so gut geht oder jemand sich Sorgen macht, weil ein Teilnehmer mal wieder einen Rückfall hatte.

Inzwischen haben wir gemerkt, dass es noch einige "Nebenwirkungen" gibt, die sich bei regelmäßigem Besuch in der Tanzgruppe zeigen:
- Das Abstimmen der eigenen Bewegung auf den Takt der Musik und den Partner beinhaltet eine Form der Selbsterfahrung und Selbstdisziplin, die direkt positiv belohnt wird: Bewegung zu Musik macht Spaß
- Paarweises Tanzen bietet einen weiten Rahmen, respektvollen Umgang mit sich und anderen zu üben und selber Respekt zu erfahren. Das hilft, Verantwortung und Vertrauen im Umgang mit dem Partner entwickeln / bzw. zu stabilisieren.
- Gerade Menschen mit Sucherfahrung machen hier oft erstmals die Erfahrung, dass sie auf eine freundliche Art etwas bewirken können; sich durchsetzen können und Erfolgserlebnisse haben, ohne abwertend oder verletzend sein zu müssen oder selber abgewertet zu werden.
- Dabei ist ein falscher Schritt kein Drama, es gibt viele Möglichkeiten, sich gemeinsam harmonisch zu bewegen.
- Alles zusammen ermöglicht einen entspannten Umgang mit eigenen Schwächen; es hilft, positives Selbstvertrauen zu entwickeln / bzw. zu stabilisieren und wirkt der Tendenz entgegen, bei Schwierigkeiten direkt in ein Ausweichverhalten zu verfallen.
- Darüber hinaus ist Tanzen ein sanfter Sport, der sowohl Kondition als auch Koordination trainiert



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